Südamerika als Vorbild?!

Die spirituelle Gestalt von Ländern
Dieses Thema hat mich in der letzten Zeit immer wieder interessiert, insbesondere in Bezug Südamerika. Was bedeutet es, wenn ein Präsident Evo Morales, ein Indio, seit Jahren regiert und die Amerikaner praktisch rausschmeisst? Kürzlich hörte ich, dass er MacDonald und Coca Cola enteignet hat – mit amerikanischen Methoden! Was bedeutet es, wenn der Präsident von Uruguay, José Pepe Mocija, auf 90 % seines Gehalts verzichtet, in einem alten VW-Käfer herumfährt und auf seiner alten Finca lebt? Und darüberhinaus inspirierende Reden an die Intellektuellen des Landes hält?
Wir Visionäre suchen schon seit langem nach einem „dritten Weg“. Vielleicht wird er nun in  Südamerika gefunden? Dort gibt es Versuche einer neuen Solidarität. Hier ein Zitat aus einer italienischen Zeitung dazu: Am 12. Dezember 2008 verkündete Rafael Correa, der neue Präsident Ecuadors (dessen BIP etwa 50 Milliarden Euros, oder 30 Mal weniger als jenes Italiens beträgt), am Fernsehen, dass er sich entschlossen hat, die nationale Schuld zu streichen, da er sie als illegal betrachtet, denn sie verletze die Verfassung, um so das Volk zu unterdrücken. Heute gilt in Ecuador das neue verfassungsmäßige Prinzip, dass rechtlich ist, was richtig ist für die Gemeinschaft. Betrag der Schuld: 11 Milliarden Euros. Der IWF löschte Ecuador buchstäblich von der Liste der zivilisierten Länder. „Das Land ist isoliert“, erklärte Dominique Strauß-Kahn, der damalige IWF-Generaldirektor.
Genau am nächsten Tag kündete Hugo Chavez an, dass Venezuela während zehn Jahren gratis Öl und Gas an Ecuador liefern werde. Vier Stunden später kündete Präsident Lula an, dass Brasilien 100 Tonnen/Tag an Korn, Reis, Soja und Früchten gratis geben werde, um die Bevölkerung zu ernähren, so lange das Land brauche, um sich zu erholen. Am Abend kündete Argentinien an, es werde 3% seiner Rindfleischproduktion gratis an Ecuador abgeben, um eine angemessene Proteinversorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Am nächsten Morgen kündete Evo Morales von Bolivien die Legalisierung von Kokain für das einheimische Produzieren und Einsammeln an, dazu Gratislieferung von Cocablättern an Ecuador, zusammen mit einem zinsfreien Kredit von 5 Milliarden, rückzahlbar innert zehn Jahren in 120 Raten.
von Nicola de Cuora Modigliani, 12. 08 2012

Ich habe immer wieder gefühlt, dass in den „Entwicklungsländern“ mehr Leben ist. Ich werde selbst lebendiger in solchen Ländern. Es geht um reale Probleme, es geht ums Überleben, es ist intensiv, und das gefällt mir. Europa und der Westen sind in meinen Augen ein wenig langweilig, und es gibt keine wirklich neuen Ideen. Vielleicht gehen wir ja doch noch nach Südamerika? Christina hat mir gerade so etwas zugeflüstert…es braucht einfach ein wenig Kleingeld…und neuen Schwung…
………….
Dr. Roland Schutzbach

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